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Die richtige Sonnencreme für Deine Haut

Wenn die Tage wieder länger werden, bekommt auch die Sonne mehr Kraft. Doch ihre Strahlen bräunen nicht nur die Haut, sondern verursachen auch Sonnenbrand und Falten – höchste Zeit für den richtigen Lichtschutz! Wir verraten Dir, welche Sonnencreme zu Deiner Haut passt, worauf es bei den Inhaltsstoffen ankommt und was eine umweltfreundliche Sonnencreme ausmacht.
09 Mai 2022
Von BIOTHERM



Warum ist Sonnencreme so wichtig?

Dass die Sonne auch ihre Schattenseiten hat, weißt Du spätestens, sobald Deine Haut den ersten Sonnenbrand bekommen hat. Doch warum genau kann die Sonne so gefährlich sein? Und wie beugt man Sonnenschäden am besten vor?

So beeinflussen UV-Strahlen Deine Haut

Egal, ob wolkig oder blauer Himmel: Die unsichtbaren UV-Strahlen der Sonne treffen bei jedem Wetter auf die Erde und können Deine Haut irreversibel schädigen. Kurzwellige UVB-Strahlen bleiben vorwiegend in der Oberhaut, wo sie die Melaninproduktion anregen und die Haut bräunen. Bei längerem Sonnen können sich daraus allerdings schnell Rötungen, Verbrennungen sowie hartnäckige Hyperpigmentierungen, also Pigmentflecken oder auch Altersflecken, entwickeln.

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Langwellige UVA-Strahlen dringen dagegen tief in die Unterhaut ein. Dort verursachen sie die Bildung freier Radikale, die die Hautzellen und ihre DNA schädigen. All das geschieht zunächst unbemerkt, langfristig wird so allerdings die frühzeitige Hautalterung beschleunigt: Die Haut kann immer schlechter Feuchtigkeit speichern und erscheint schlaff und ausgedünnt, das Bindegewebe verliert zunehmend an Elastizität und Spannkraft, Falten werden tiefer. Sind die Regenerationsprozesse der Haut dauerhaft überfordert, können UV-geschädigte Zellen schlimmstenfalls irgendwann zum Hautkrebs mutieren.

Wie wirkt Sonnencreme?

Zwar verfügt die Haut über einen individuellen Eigenschutz, der ist aber gerade im Sommer schnell erschöpft. Und genau hier kommt Sonnencreme ins Spiel: Sie enthält eine Kombination aus UVA- und UVB-Filtern, die sich wie ein Schutzschild auf die Haut legen und ihre individuelle Eigenschutzzeit verlängern – je höher der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) auf der Verpackung, desto länger die Schutzwirkung. Außerdem enthalten die meisten Sonnenschutzprodukte Wirkstoffe wie Vitamine und andere Antioxidantien, die die Haut zusätzlich stärken und regenerieren.

Worauf kommt es bei der Verwendung an?

Damit Sonnencreme ihre volle Wirkung entfalten kann, solltest Du vor und beim Auftragen einige Faktoren beachten.

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Den LSF bestimmen

Jede Haut verfügt je nach Hauttyp über eine individuelle Eigenschutzzeit. Helle Hauttypen haben meist nur eine Eigenschutzzeit von 10–20 Minuten, dunklere Typen können meist bis zu 50 Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben. Der Lichtschutzfaktor (z.B. LSF 30 oder LSF 50) einer Sonnencreme gibt nun an, um wie viel dieser Eigenschutz vervielfacht werden kann, ohne dass die Haut einen Sonnenbrand erleidet. An welchen Tagen Du Dich eincremen solltest, verrät der UV-Index[1]. Steht die Sonne im Sommer hoch, treffen ihre Strahlen besonders in der Mittagszeit nahezu senkrecht auf die Erde und sind entsprechend intensiv. Im Winter hingegen braucht die Haut hierzulande meist keinen zusätzlichen UV-Schutz.


Die Konsistenz der Sonnenpflege wählen

Von Sonnenöl über Sonnenspray bis Sonnenmilch – neben der klassischen Sonnencreme gibt es viele Varianten. Welcher Konsistenz die beste ist? Geschmackssache! Während ein Sonnenöl meist sehr reichhaltig ist und trockene Haut nährt, sind Sonnenspray und Sonnenmilch leichter, ziehen schneller ein und hinterlassen keinen klebrigen Film.

Genug Sonnencreme verwenden

Das Tückische beim Eincremen: Man ist meist zu sparsam. Fürs Gesicht sollte es ein Teelöffel voll Sonnencreme sein, für den Körper bis zu sieben. Nur dann wird der angegebene LSF erreicht! Lieber einen Moment einziehen lassen und dann eine zweite Schicht nachlegen – das gilt auch nach längerem Schwitzen oder Schwimmen. Übrigens bildet Sonnencreme immer die letzte Schicht in Deiner Hautpflegeroutine: erst Serum und Tagescreme, darüber der Sonnenschutz. Make-up wiederum wird immer über der Sonnencreme aufgetragen.

Chemischer oder mineralischer Filter?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von UV-Filtern. Mineralische oder auch physikalische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid legen sich auf die Hautoberfläche, um die UV-Strahlen zu reflektieren. Weil sie nicht in die Haut eindringen, sind sie besonders verträglich, hinterlassen aber häufig einen hellen Schleier. Chemische Filter dagegen dringen in die Haut und wandeln eintreffende UV-Strahlen in Wärme um. Im Vergleich ist chemische Sonnencreme weniger auffällig, kann aber empfindliche Haut reizen. Zudem muss sie mindestens eine halbe Stunde einwirken, bevor sie den vollen UV-Schutz bietet.

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Tagescreme mit LSF statt Sonnencreme?

Ob eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor ausreicht, hängt von der Jahreszeit, also dem Sonnenstand, und der Aufenthaltsdauer im Freien ab. Im Büroalltag und bei wenig Sonne ist sie durchaus ein praktischer Ersatz, allerdings verwendet man in den seltensten Fällen so viel Creme, wie für den angegebenen Schutz nötig wäre. Trotzdem ist eine Tagescreme mit LSF immer noch besser als gar kein Schutz.

Warum ist Lichtschutzfaktor wichtig?

Wird die Haut trotz Sonnencreme braun?

Auf jeden Fall. Genau genommen ist Bräunen der natürliche Sonnenschutz der Haut: Sie bildet das Pigment Melanin, das sich wie ein Schutzmantel um den Zellkern legt und die Haut gebräunt erscheinen lässt. Da selbst Sonnencremes mit LSF 50+ immer noch einen kleinen Rest an UV-Strahlen durchlassen, wird die körpereigene Melaninproduktion auch mit Sonnencreme oder sogar im Schatten angeregt – aber eben langsamer und damit weitaus schonender als durch ungeschütztes Brutzeln in der prallen Sonne. Du willst Deine Bräune dennoch beschleunigen? Dann sind Selbstbräuner eine hautfreundliche Alternative.

Besondere Hautbedürfnisse

Jede Haut braucht Sonnenschutz. Dabei ist es wichtig, dass er zur jeweiligen Haut passt und auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Mallorca-Akne und allergische Haut

Die Mallorca-Akne ist eine allergische Reaktion der Haut, die besonders im Frühling und Frühsommer auftritt. Nach der Sonnenexposition bildet sich im Gesicht, auf Dekolleté, Armen, Beinen und Schultern ein juckender Ausschlag mit Rötungen und akneähnlichen Pickeln. Da für den Ausbruch von Mallorca-Akne und anderen Sonnenallergien vor allem UVA-Strahlen verantwortlich ist, sollte die passende Sonnencreme einen hohen UVA-Schutz sowie stärkende Antioxidantien wie Alpha-Glucosylrutin und Lichochalcone A enthalten.


Welche Inhaltsstoffe sind bedenklich?

Leider enthalten Sonnencremes nicht nur UV-Filter und Pflegestoffe, sondern häufig auch Inhaltsstoffe, die für Haut und Umwelt bedenklich, wenn nicht gar schädlich sind. Doch inzwischen wächst das Bewusstsein für gut verträgliche und umweltfreundliche Sonnenpflege – und auch das Angebot wächst.

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Mikroplastik in Sonnencremes

Durch Abwasser oder Schwimmen im Meer gelangen Sonnenprodukte irgendwann unweigerlich in den Ozeanen. Dort können sich ihre nicht abbaubaren Reste, winzig kleine Kunststoffpartikel, ablagern und auf Dauer die Ökosysteme belasten und sogar irreversibel zerstören[2]. Achte also beim Kauf von Sonnencreme darauf, dass sie kein solches Mikroplastik enthalten. Dafür genügt oft schon ein Blick auf die Inhaltsstoffliste: In den meisten Kunststoffbezeichnungen stecken die Wörter ‚poly‘ oder ‚acryl‘[3]. Ebenfalls empfehlenswert sind nachhaltige Verpackungen, die sich recyceln lassen und nicht als Plastikmüll enden.


UV-Filter: Octocrylen und Oxybenzon

Auch UV-Filter selbst sind nicht immer harmlos. So steht etwa der weit verbreitete UVB-Filter Octocrylen nicht nur im Verdacht, Allergien auszulösen und hormonell wirksam zu sein, sondern wird mit der Zeit auch zu krebserregendem Benzophenon abgebaut[4]. Darüber hinaus reichert er sich in Korallengewebe an, wodurch Meeresorganismen keine Nährstoffe mehr aufnehmen können und irgendwann absterben.

Ähnlich umweltschädlich ist der UV-Filter Oxybenzon. Schon geringe Mengen reichen aus, um ganze Korallenriffe so weit zu schädigen, dass sie ihre Farbe verlieren. Dann setzt die sogenannte Korallenbleiche[5] ein. In einigen Ländern wie Hawaii und Palau sind Sonnencremes mit Oxybenzon daher seit 2018 ganz verboten.

Nanopartikel

Obwohl mineralische Filter als weitgehend umweltfreundlich gelten, haben auch sie ihre Tücken. Damit die enthaltenen Mineralien nicht als weißer Film auf der Hautoberfläche liegen, werden sie neuerdings oft auf Nanogröße zerkleinert. Unklar ist dabei allerdings, inwiefern die Partikel auf diese Weise nicht doch die Hautschutzbarriere passieren und so in den Körper gelangen. Bei intakter Haut ist das Risiko zwar gering, doch gerade gereizte oder minimal verletzte Haut (z.B. nach der Rasur) ist durchlässiger für alle Arten von Eindringlingen[6]. Eine Lösung ist daher, Nanomineralien mit einer transparenten oder hautfarbenen Hülle zu ummanteln, sodass sie nicht eindringen können, aber dennoch unsichtbar bleiben.

Und welche Inhaltsstoffe sind empfehlenswert?

Um die Haut bereits beim Sonnenbaden zu beruhigen und mit Feuchtigkeit zu versorgen, sind regenerierende Wirkstoffe wie Life Plankton™ oder Aloe vera ideal. Daneben gehören auch Antioxidantien wie Niacinamid und Vitamin E in eine gute Sonnencreme, Du findest sie zum Beispiel in der Waterlover-Linie. Sie können die Schutzleistung steigern, indem sie die Hautschutzbarriere stärken und zugleich schädliche freie Radikale neutralisieren.

Wer eher zu öligem Glanz und Unreinheiten neigt, sollte auf Wirkstoffe wie Kaolin, Kieselerde oder Perlit setzen, wie in der Crème Solaire Dry Touch LSF 30 speziell für fettige Haut. Ihre leichte, mit Mineralien angereicherte Textur absorbiert Schweiß und überschüssigen Talg für ein mattiertes Hautgefühl.

Warum ist Lichtschutzfaktor wichtig?

Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

Gerade bei Sonnenprodukten ist es wichtig, dass sie zuverlässig schützen. Doch wie bei allen Kosmetika kann auch ihre Wirksamkeit mit der Zeit nachlassen.

Kann man Sonnencreme aus dem Vorjahr verwenden?

Das kommt drauf an: Ist die Verpackung noch ungeöffnet, kannst Du sie bedenkenlos bis zu 30 Monate lang benutzen. Wie viele Monate sie nach dem Öffnen verwendet werden kann, zeigt das Tiegelsymbol auf der Rückseite jeder Verpackung. Hier gilt jedoch: War die Sonnencreme häufig im Gebrauch und konnten Keime eintreten, ist ihre Schutzleistung nicht mehr gewährleistet – dann lieber entsorgen [7].

Wie lagert man Sonnencreme richtig?

Die meisten UV-Filter reagieren mit Hitze und Sauerstoff, wodurch sie zerfallen und ihre Schutzwirkung schwindet. Daher sollte die Tube nicht ständig geöffnet werden oder gar offenstehen, und bestenfalls im Kühlschrank oder einem kühlen Raum gelagert werden.

Fazit: Sonnenschutz ist wichtig – und gar nicht schwer!

Du siehst: Sonnencreme ist das wichtigste Anti-Aging-Mittel für die Haut. Nur wer sich regelmäßig eincremt, kann frühzeitigen Alterungsanzeichen vorbeugen. Am besten integrierst Du Deine Lieblingssonnencreme in Deine morgendliche Pflegeroutine – so denkst du automatisch daran und bist immer bestens gegen UV-Strahlen gewappnet. Du bist unsicher, was sonst noch zu einer optimalen Hautpflegeroutine gehört? Dann lass Dich individuell beraten – ganz einfach per Hautdiagnose-Tool oder persönlicher Videoberatung.

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[1] https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesuvi/gefahrenindexuvi.html
[2] Mikroplastik und andere Kunststoffe in Kosmetika. Elektronische Fassung. URL: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_in_kosmetika.pdf
[3] Produkte mit verstecktem Mikroplastik und bessere Alternativen. Elektronische Fassung. URL: https://www.smarticular.net/mikroplastik-liste-definition-in-kosmetik-vermeiden-alternativen/
[4] Alte Sonnencreme besser nicht mehr benutzen. Elektronische Fassung. URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/alte-sonnencreme-besser-nicht-mehr-benutzen-124492/
[5] Toxicopathological Effects of the Sunscreen UV Filter, Oxybenzone (Benzophenone-3), on Coral Planulae and Cultured Primary Cells and Its Environmental Contamination in Hawaii and the U.S. Virgin Islands. Elektronische Fassung. URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s00244-015-0227-7
[6] Viel Licht, viel Schatten. Elektronische Fassung. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2017/daz-30-2017/viel-licht-viel-schatten
[7] Wie lange hält sich Sonnencreme? Elektronische Fassung. URL: https://www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/haut-und-haare/wie-lange-haelt-sich-sonnencreme-713655.html

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