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Dehnungsstreifen entfernen: Welche Methoden helfen wirklich?

Keiner liebt sie, doch fast jeder hat sie: Dehnungsstreifen. Ob während der Schwangerschaft, dem Wachstum oder als Folge extremen Muskelaufbaus – sie entstehen meist dann, wenn Dein Körper mal wieder zu Höchstleistungen aufläuft. Und dank Body-Positivity-Trend fällt es uns gar nicht mehr schwer, sie zu akzeptieren. Fühlst Du Dich trotzdem unwohl damit? Wir verraten Dir, warum Dehnungsstreifen nicht nur während der Schwangerschaft entstehen, wie Du sie vorbeugen kannst und wie Du bestehende Streifen verblassen lässt.
19 Aug 2022
Von BIOTHERM


Was sind Dehnungsstreifen eigentlich?

Bei den narbenähnlichen Hautstreifen, die auch als Wachstumsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen bekannt sind, handelt es sich um kleine Risse in der Unterhaut. Die streifenförmigen, schmerzfreien Hautveränderungen schimmern zu Beginn rötlich oder bläulich, da die feinen Blutgefäße durchschimmern. Vernarben die kleinen Hautrisse, verwandeln sie sich mit der Zeit in weiß-gelbliche Dehnungsstreifen¹.

An ihrer Färbung erkennst Du daher gut, ob Du Deine Dehnungsstreifen selbst behandeln kannst oder ob sie bereits irreparabel sind:

  • Rosa bis rötliche Dehnungsstreifen:
    Als Folge bei frisch geschädigtem Bindegewebe – jetzt lassen sich die Dehnungsstreifen einfach behandeln und Du bekommst sie eventuell ganz weg.

  • Weiße bis hellgraue Dehnungsstreifen:
    Bereits ältere Dehnungsstreifen, die in der Regel einen bis zehn Millimeter breit und mehrere Zentimeter lang sind. Sie sind komplett ausgeheilt, können aber nur noch schwer behandelt werden.

Wo treten Dehnungsstreifen auf?

Die jeweilige Ursache bestimmt, wo die Dehnungsstreifen auftreten. Ganz allgemein treten Dehnungsstreifen am Bauch, der Brust, an Hüfte, Rücken, Oberschenkel und Po sowie an den Oberarmen auf. Seltener sind sie an den Knien und Waden zu finden.

Während Wachstumsstreifen hauptsächlich an den Oberschenkeln und am Rücken auftauchen, entstehen Schwangerschaftsstreifen an Hüfte, Bauch und Po. Dehnungsstreifen, deren Ursache eine schnelle Gewichtszunahme ist, treten dagegen häufig an Bauch, Oberarmen, Oberschenkeln und im Bereich der Achselfalten auf.

Welche Ursache steckt hinter meinen Dehnungsstreifen?

Um die Entstehung von Dehnungsstreifen zu verstehen, stelle Dir Deine Haut einfach wie ein Gummiband vor: Wird das Gummiband zu schnell überdehnt und gleichzeitig seine Elastizität eingeschränkt, entstehen kleine Risse. Ganz ähnlich sieht es bei Deinem Bindegewebe aus. Wird es überdehnt, werden auch die elastischen Kollagen- und Elastinfasern der Unterhaut (Subkutis) überdehnt und reißen. Insbesondere dann, wenn Du unter einer Bindegewebsschwäche leidest oder empfindliche, helle Haut hast, neigst Du schnell zu Dehnungsstreifen.²

Neben der Schwangerschaft, bei der die Haut durch das wachsende Baby beansprucht wird, gibt es weitere Ursachen für die narbenähnlichen Streifen:

  • Genetische Veranlagung
  • Schnelles Längenwachstum während der Pubertät
  • Starke Gewichtszunahme oder Fettsucht (Adipositas)
  • Starker Ab- oder Aufbau von Muskeln beim Sport oder Bodybuilding
  • Hormonbehandlungen und Medikamente, wie Kortison
  • Infektionen und Krankheiten, wie Tuberkulose, Typhus, Fleckfieber oder Cushing-Syndrom³

Was kann ich selbst gegen meine Dehnungsstreifen tun?

Dehnungsstreifen sind ungefährlich und völlig normal. Selbst viele Models stehen voll und ganz hinter ihren weißen Streifen und machen bewusst, dass sie Teil eines gesunden Körperbewusstseins sind. Möchtest Du ihnen dennoch entgegenwirken, helfen Dir spezielle Pflegeprodukte, Massagen, Microneedling und Co.

Passende Cremes & Co. gegen Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen einfach wegcremen? Sind Beine, Po und Oberschenkel bereits mit den Streifen übersät, kannst Du sie mit Hilfe von Cremes und Lotions etwas mildern. Besonders effektiv sind Cremes mit Vitamin A oder Vitamin E, die für die Reparaturmechanismen der Haut zuständig sind und für mehr Elastizität sorgen. Auch Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure polstern die Haut auf und schenken ihr neue Spannkraft.

Trage die Anti-Dehnungsstreifen-Creme, wie die Biovergetures Gel-Creme von Biotherm, täglich nach dem Duschen auf den gesamten Körper oder die betroffenen Stellen auf. Die leichte Creme mit feuchtigkeitsspendenden Ölen wirkt der Entstehung neuer Dehnungsstreifen entgegen und lässt bestehende Stretch Marks von Tag zu Tag sichtbar verblassen.

Massagen & Peelings gegen Dehnungsstreifen

Trockenbürsten gelten nicht umsonst als absoluter Beauty-Trend. Ob mit einem Massagehandschuh oder einer Trockenbürste – massierst Du die betroffenen Stellen täglich für fünf Minuten, wird Deine Durchblutung angeregt, das Bindegewebe gestärkt und die Haut optimal auf folgende Pflegecremes oder -öle vorbereitet. Ist Dir die Trockenmassage unangenehm, kannst Du Deine Haut auch unter der Dusche massieren.

Die klassische Zupfmassage, bei der Du kleine Hautröllchen mit Zeigefinger und Daumen leicht nach oben ziehst, bringt den gleichen Effekt.

Dermaroller: Microneedling für Zuhause gegen Dehnungsstreifen

Microneedling kennst Du vielleicht von der Kosmetikerin – mit Hilfe eines Dermarollers kannst Du Deine Dehnungsstreifen jedoch ganz einfach selbst behandeln. Den kleinen Roller, der mit hauchfeinen Nadeln gespickt ist, rollst Du über die betroffenen Stellen. Da er mikroskopisch kleine Löcher in Deine Haut pikst, muss der Körper anschließend Kollagen ausschütten, um die Wunden zu schließen. Gleichzeitig regt der Dermaroller die Durchblutung und die Zellerneuerung an.

Achtung! Wende den Dermaroller nicht öfters als einmal pro Woche an und achte auf die richtige Hygiene. Desinfiziere oder sterilisiere das Beauty-Tool gründlich vor und nach jeder Anwendung.

 

Nahaufnahme von einem Bein einer Frau, wie sie es eincremt

 

Effektive Hausmittel gegen Dehnungsstreifen

Hast Du gerade kein spezielles Pflegeprodukt zur Hand, lohnt sich ein Blick in den Vorratsschrank:

  • Zitronensaft: Da er eine leicht peelende und aufhellende Wirkung hat, kann er das Erscheinungsbild der Haut verbessern und Dehnungsstreifen leicht verblassen lassen.

  • Kartoffelsaft: Er steckt voller Vitamine und Mineralstoffe, die die Regeneration Deiner Haut anregen. Dafür schneidest Du eine Scheibe einer rohen Kartoffel ab und reibst sie über die betroffenen Stellen.

  • Oliven- oder Rizinusöl: Die natürlichen Öle pflegen die Haut nicht nur geschmeidig, sondern geben ihr gleichzeitig Elastizität zurück. Erwärme das Öl vor der Anwendung und massiere es gründlich in Deine Haut ein.

  • Aloe Vera: Da Aloe Vera heilungsfördernd wirkt und wertvolle Feuchtigkeit spendet, kannst Du das Gel aus den Blättern der Pflanze täglich auf die Dehnungsstreifen auftragen und sanft einmassieren. Es zeichnet sich zudem durch seine sehr gute Hautverträglichkeit aus – auch bei sensiblen Hauttypen.

Dehnungsstreifen loswerden: Methoden bei Dermatologen & Kosmetikern

Sind sie erst einmal da, wirst Du sie so schnell nicht wieder komplett los. Leidest Du jedoch sehr unter Deinen Dehnungsstreifen oder suchst Du nach einer schnellen Lösung, bleibt nur der Gang zur Kosmetikerin oder zum Dermatologen. Folgende Behandlungsmethoden versprechen sichtbaren Erfolg:

Laserbehandlung

Bei der modernen Laserbehandlung mit fraktionierten CO2-Lasern dringen die Lichtblitze tief in Deine Haut ein. Dadurch wird die Zellerneuerung und Kollagenbildung angeregt. Neues Gewebe entsteht, welches die Sichtbarkeit der Dehnungsstreifen deutlich mildern kann. Im Schnitt musst Du dafür zwei bis fünf Laser-Sitzungen einkalkulieren.

Ultraschallbehandlung

Ultraschall gilt als Alternative zur Laserbehandlung. Dabei dringen Ultraschallwellen in die Haut ein und regen die Durchblutung und gleichzeitig die Regeneration der Haut an.
Achtung: Ist Deine Haut sehr empfindlich oder vorgeschädigt, solltest Du von der Ultraschall-Behandlung absehen.

Microneedling im Kosmetikstudio

Die Microneedling-Variante für Zuhause hast Du bereits kennengelernt. Deutlich wirksamer ist professionelles Microneedling im Kosmetikstudio, welches häufig in Kombination mit Radiofrequenz angeboten wird. Dabei wird die Haut zuerst mit den feinen Nadeln bearbeitet, bevor unmittelbar danach ein Wärmeimpuls (Radiofrequenzenergie) abgegeben wird. Der Vorgang regt die Hautregeneration an, benötigt aber ebenfalls mehrere Sitzungen. Zu den weiteren kosmetischen Methoden gehören Kryotherapie (Kältetherapie), chemische Peelings sowie Microdermabrasion.

Wie kann ich Dehnungsstreifen vorbeugen?

Da bestehende Dehnungsstreifen schwer zu entfernen sind, solltest Du sie gezielt vorbeugen. Das gilt insbesondere dann, wenn Du gerade schwanger bist, viel Sport oder sogar Bodybuilding betreibst oder noch in der Wachstumsphase bist.

Nahaufnahme von einer Frau, wie sie vor ihrem Bauch etwas Life Plankton Body Oil auf ihre Hand gießt
  1. Verwöhn-Momente mit Massagen und Körperölen

    Verwöhne Deine Haut regelmäßig mit ausgiebigen Zupf- oder Knetmassagen oder Trockenbürsten. Kombinierst Du die Massage mit einem straffenden Öl, wie dem Life Plankton Body Oil von Biotherm, profitierst Du gleich doppelt. Das Körperpflegeöl mit Mandel- und Olivenöl wirkt intensiv regenerierend und fördert die Elastizität der Haut.

  2. Wechselduschen für einen wachen Körper

    Mit regelmäßigen Wechselduschen förderst Du die Durchblutung Deiner Haut, kurbelst den Kreislauf an und straffst das Bindegewebe. Tipp: Beende die Heiß-Kalt-Dusche immer mit kaltem Wasser.

  3. Stützende Unterwäsche (in der Schwangerschaft)

    Während der Schwangerschaft beugst Du Dehnungsstreifen mit gut sitzenden, stützenden BHs sowie bauchstützenden Unterhosen vor.

  1. Gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit

    Mit Lebensmitteln, die reich an Vitamin E und Zink sind, kannst Du Dehnungsstreifen ebenfalls vorbeugen. Dazu zählen unter anderem Haferflocken, Kalbs- und Rindfleisch, Cashewkerne, Mandeln, Haselnüsse und zahlreiche Käsesorten.

  2. Regelmäßige Bewegung

    Ausreichend Bewegung und regelmäßige Workouts regen die Durchblutung an und beugen insbesondere während der Schwangerschaft einer schnellen Gewichtszunahme vor.

Fazit: Dehnungsstreifen lassen sich durch verschiedene Methoden mildern und vorbeugen

Ob Schwangerschaftsstreifen oder das Ergebnis schweißtreibender Hantel-Workouts im Fitnessstudio – für Deine Dehnungsstreifen solltest Du Dich niemals schämen, da sie etwas völlig Natürliches und oft sogar eine Erinnerung an ein schönes Erlebnis sind. Mit den passenden Pflegeprodukten und Tipps kannst Du der Entstehung neuer Streifen jedoch effektiv entgegenwirken.

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¹ https://www.dr-ruemmelein.ch/angebot/aesth-dermatologie/dehnungsstreifen

² URL: https://www.leading-medicine-guide.com/de/erkrankungen/muskel-knochen/bindegewebsschwaeche

³ https://www.endokrinologie.net/cushing-syndrom.php

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